Himbeer Brause Fest in Fürstenwalde
Himbeer-Brause Fest in Fürstenwalde

Am Sonntag, den 18.08.2019 veranstaltete der MOM-PA e.V. in Fürstenwalde ein Familienfest nach dem Motto: Fürstenwalde zeigt klare Linie. Gegen Gewalt, Mobbing und Drogen. Hierzu waren unter anderem auch Parteien eingeladen. Wir Piraten AndyausLOS und Cyano haben nach Absprache mit dem Veranstalter u.a. das drogenpolitische Programm der Piratenpartei Deutschland vorgestellt und somit indirekt für Legalisierung u.a. von Cannabis geworben. Unser Stand war gut besucht. Reges Interesse fanden u.a. unsere Aufkleber zum Thema Cannabis sowie der selbstabgepackte Knusperhanf und das Vogelfutter zum Aussähen. Nein wir haben keine berauschenden Drogen verteilt und auch keine Werbung zum Konsum von Cannabis gemacht.

 

Leider wurde das von einem Mitglied des Landesvorstands der Piraten Brandenburg wie folgt kommentiert:

Ich kenne unser Programm! Diese Veranstaltung in Fürstenwalde diente heute dazu auf die Drogenproblematik in unserer Stadt hinzuweisen. Es liegen derzeit 2 Jugendliche im Krankenhaus wegen angeblicher harmloser Drogen und erst vor ein paar Monaten ist ein junger Erwachsener dabei ums Leben gekommen! So und nun finde mal selbst den Fehler. Und im übrigen fand nicht nur ich das Auftreten der Piraten DOS heute unangemessen Programm hin oder her.“

Anmerkungen von Andreas

Kinder- und Jugendschutz ist wichtig, er wird jedoch durch die Drogenpolitik der Bundesregierung sträflich vernachlässigt. Aktuelle Umfragen zeigen, dass ca 75 % der in Schulen anonym befragten Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 18 schon einmal Kontakt mit Drogen hatten. Ca. 30 % sogar in den letzten 3 Wochen.

Ich selbst staunte gestern nicht schlecht, dass bereits 12 jährige Bengels gestern fragten ob der Samen im Tütchen männliche oder weibliche Cannabispflanzen hervorbringt und ob die Blüten dann mehr THC oder CBD enthalten würden. Liebe Leute, die Drogen sind längst im Kinderzimmer und in den Schulen angekommen. Der Schwarzmarkt blüht und das trotz Prohibition. Daher ist eine Ende der Prohibition und ein Verkauf von Cannabis in Fachgeschäften für alle ab 18 Jahren tatsächlich ein besserer Kinder- und Jugendschutz, als das was bislang am Schwarzmarkt abläuft.

Kein Dealer wird dann für Kinder und Jugendliche unter 18 Cannabis anbieten, weil der Rest seiner ehemaligen Kundschaft dann legal im Fachgeschäft einkauft und der Schwarzmarkt für den Dealer finanziell unattraktiv wird. Selbst wenn Kinder und Jugendliche einen Erwachsenen zum Kauf von Cannabis beauftragen, so wie es häufig beim Kauf von Alkohol und Zigaretten geschieht, greift zu mindestens der Verbraucherschutz. D.h. der Stoff ist sauber ohne gepanschte Streckmittel, die ggf. stark gesundheitsschädlich sind. Das Ziel unserer Drogenpolitik sowie moderner Drogen- und Suchthilfe ist nicht die völlige Abstinenz, sondern eine Art von Drogenmündigkeit.

Ich selbst muss erlernen und erkennen, was mir und meinem Körper gut tut und was eher nicht. Und jeder Mensch soll selbst darüber entscheiden dürfen. Hierfür ist eine wertungsfreie und neutrale Information über Drogen bereits in Kita und Grundschule notwendig. Auch aus diesem Grund haben wir als Piraten in Fürstenwalde unseren Infostand betrieben.

0 Kommentare zu “Hanf heilt

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